Ihr Cobomat II

Wir haben Ihren Cobomaten sorgfältig angefertigt und auch die Kleinteile so vorbereitet, dass Ihnen der Zusammenbau hoffentlich gut gelingt. Kurz vor Auslieferung haben wir nochmals alle Komponenten zusammengeschlossen und getestet, um sicherzustellen, dass alles einwandfrei funktioniert.

Voraussetzung für einen langfristig störungsfreien Betrieb ist die genaue Beachtung der Aufbau- und Betriebsanleitung. Durch Abweichungen hiervon, bei technischen Veränderungen und Schäden durch Gewalteinwirkung erlischt die gesetzliche Gewährleistung.

Tipps für die Praxis

  • Platzieren Sie Ihren Cobomat II am besten so, dass Sie Trinkwasser und Heucobs ohne großen Aufwand nachfüllen können. Seitlich und hinter dem Cobomaten sind ca. 1,5 m Platz ideal, damit man bequem an die Steuerung kommt, Heucobs nachfüllen und auf der Rückseite durch das Sichtfenster den Wasserstand kontrollieren kann.
  • Eine Überdachung ist immer sinnvoll, damit der Futterbrei bei Regen und Schnee nicht verwässert wird.
  • Falls die Heizung mitbestellt wurde, muss in der Frostphase das 230V-Stromkabel des 12V-Ladegeräts von der Steckdose zum Akku des Cobomaten pferdesicher verlegt werden. Technisch gibt es leider keine Möglichkeit, die Heizung nur über Solarstrom mit ausreichend Strom zu versorgen.
  • Das Pferd sollte möglichst über eine stromlose Abtrennung hinweg gut mit anderen Herdenmitgliedern interagieren können bzw. einen eigenen Zugang zu einem separaten Bereich haben.
  • Jedes Pferd reagiert anders auf ein neues Fütterungssystem. Bitte kalkulieren Sie eine gewisse Eingewöhnungszeit ein, bei welcher dem Pferd erst einmal die gefüllte Futterschale und der "fremde Kasten" gezeigt wird. Einige Apfel- und Karottenstücke auf der Box und in der Schale, kombiniert mit Geduld und Lob verkürzen die Lernphase auch bei vorsichtigen Pferden meist erheblich.
  • Falls Sie eine chipgesteuertem Schleuse verwenden, sollte dem Pferd mit viel Ruhe und Geduld "antrainiert" werden, das Geräusch des Klappenmotors mit dem fertigen Futterbrei in Verbindung zu bringen, damit es später immer bei diesem Geräusch automatisch durch die Schleuse zum Cobomaten geht.
    • Andere Pferde dürfen auf keinen Fall unbeabsichtigt mitlernen. Sie dürfen nie das Klappengeräusch mit Futter in Verbindung bringen!
    • Wir empfehlen, am Anfang die Fütterungszeiten so zu legen, dass Sie bei jeder Cobomat-Fütterung dabei sein und das Pferd unauffällig durch die Schleuse zum Cobomaten lotsen können. Dort wird das Pferd mit dem fertigen Futterbrei belohnt. Dies wird nach einigen Tagen immer besser funktionieren. Je nach Pferd und Schleuse kann es unterschiedlich lange dauern, bis das Pferd die Kombination Schleuse und Cobomat verinnerlicht hat. Bei manchen Pferden reichen ein paar Tage, andere brauchen ein oder zwei Wochen.

Einmal Gelerntes vergisst ein Pferd nie mehr. Deshalb lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall.

Schäden durch Pferde verhindern!

Manche Pferde können sehr kreativ werden, um vermeintlich schneller ans Futter zu kommen und sich dabei immer mehr in stressige, zerstörerische Verhaltensweisen hineinsteigern.

Falls Sie problematisches Verhalten bei Ihrem Pferd beobachten, bitte unbedingt Gegenmaßnahmen ergreifen - je früher, desto besser! Andernfalls "lernt" Ihr Pferd, dass das Futter freigegeben wird, wenn es sich nur wild genug aufführt. Das Pferd weiß nicht, dass die Futterfreigabe automatisch zu vorgegebenen Zeiten ausgelöst wird, sondern verknüpft es mit dem eigenen Verhalten.

Wenn man übergriffiges Verhalten konsequent schon in der Anfangsphase durch bestimmte Vorkehrungen erschwert bzw. verhindert, wird das Pferd recht schnell frustrierende Aktivitäten unterlassen. Es lernt dann, dass das Futter auch ohne eigenes Zutun und Stress ganz von selbst kommt. Bald wird es am Geräusch erkennen, ob die Klappe sich schließt oder öffnet. Es wird sich ganz entspannt auf die Fütterungszeiten einstellen, ohne den Futterautomaten zu demolieren.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Die Futterklappe wird etwas kleiner ausgeliefert, damit sie seitlich und vorne in geschlossenem Zustand nicht bündig mit der darunter befindlichen Platte abschließt. Dadurch wird ein Anheben der Futterklappe durch das Pferd erschwert. Die auf manchen Bildern noch zu sehende Matall-Leiste an der Vorderkante der Futterklappe hat sich nicht bewährt, weil dadurch das Pferd die (nicht festgestellte) Klappe anheben konnte. Seither werden alle Futterklappen ohne Metall-Leiste ausgeliefert.
  • Seitliche Begrenzungen sind immer sinnvoll, um Knabbereien am Schaltkasten und an der Box vorzubeugen. Oft reicht links und rechts eine stromlose Litze oder ein einfaches Seil als Begrenzung.
  • Je nach Pferd können weitere Stabilisierungsmaßnahmen ratsam sein, damit ein Umstoßen der Cobomat-Box nicht möglich ist.
  • Durch das Feststellen der Futterklappe mittels Feststellschraube wird die Futterklappe durch den Klappenmotor zugedrückt. Das Pferd kann sie nicht anheben. Wir haben einen Handeinklemm-Test gemacht - keinerlei Blessuren. Trotzdem bitte Kinder und unbefugte Personen nicht unbeaufsichtigt in den Cobomat-Bereich lassen!
  • Auf einigen der hier veröffentlichten Bilder sieht man eine einfache Schutzplatte im Abstand von ca. 10 - 15 cm vor dem Cobomaten. Diese Schutzplatte ist etwas höher und breiter als die Cobomat-Vorderseite. Sie verhindert zuverlässig sowohl das Anheben der Futterklappe als auch eine Beschädigung durch Vorderhufe. Höhe und Abstand der Schutzplatte zum Cobomaten variieren je nach Pferdegröße.
  • Wichtig ist, dass die Fressschüssel noch herausgenommen werden kann und das Pferd noch bequem ans Futter kommt.
    Manchmal kann eine solche Schutzplatte schon nach wenigen Wochen wieder entfernt werden, ohne dass das Pferd nochmals zerstörerisches Verhalten zeigt!

Solche Vorsichtsmaßnahmen sind nicht bei jedem Pferd notwendig. Wir haben sowohl den forschen "Rambo"-Cobomat-Benutzer erlebt, bei dem eine Schutzplatte, seitliche Begrenzungen und eine festgestellte Futterklappe notwendig waren, als auch die zurückhaltende ältere Stute, bei welcher keinerlei Schutzvorkehrung angebracht werden mussten.

Cobomat II Steuerung

Futterschnecke richtig anschließen!

Wenn die Kabel der Futterschnecke versehentlich vertauscht angeschlossen werden, dreht sich die Schneckenwelle nicht nach vorne zur Schüssel, sondern nach hinten. Obwohl trotzdem noch Futter in die Schüssel transportiert wird, wird das Futter - je nach Sorte - häufig fein zermahlen. Die Schneckenwelle kann sich unter dem enormen Druck verbiegen. Mit der Zeit dreht sich die Schneckenwelle selbst aus dem Gewinde.
Eine korrekt angeschlossene Futterschnecke dreht sich so, wie hier zu sehen:

Standortänderungen

Ein fertig zusammengebauter Cobomat II ist nicht für den regelmäßigen Transport über längere Strecken geeignet. Kleinere Standortwechsel bitte möglichst vorsichtig durchführen, ohne Kipp- und Rütteleffekt.