Informationen und Erfahrungen

 

Unsere Fütterungs-Odyssee

Von Hungerhaltung, Heu ad libitum, über abgewogene kleinmaschige Heunetze bis zur zeitgesteuerten Fütterung ...

Durch die zeitgesteuerte Fütterung sehen wir deutliche gesundheitliche Veränderungen bei unseren Pferden:

Unser Wallach hatte früher dauerhaft

  • hartnäckige Stoffwechselprobleme mit üblen Schwitzattacken,
  • starkem Körpergeruch,
  • ständigen Blähungen und
  • schlechten Hufe mit weichen Sohlen. Die Hufsohlen konnten mit dem Daumen eingedrückt werden ...

Ob es an zu vielem oder zu wenigem Heu lag (je nach Pensionsstall unterschiedlich) oder an den üblichen langen Fresspausen von 8 Stunden oder mehr, können wir nicht abschließend beurteilen. Wir kauften ihn ahnungslos inklusive Ankaufsuntersuchung als "gesundes" Pferd zusammen mit diesen Problemen und wussten damals nicht, dass die Ursache an der Fütterung liegen könnte.

Sogar nach Umstellung auf genau abgewogenes Heu in engmaschigen Heunetzen mussten wir regelmäßig teure und aufwendige Naturheilmittel-Kuren verabreichen, um die immer wiederkehrenden Hautprobleme zumindest für eine gewisse Zeit in Griff zu bekommen. Die Hufqualität blieb nach wie vor mehr oder weniger schlecht. Die Blähungen waren ebenfalls ein ständiger Begleiter. Sein Gesichtsausdruck war leidend. Tierärzte waren ratlos. Blut- und Hautuntersuchungen brachten nichts, außer Rechnungen.

Andere, gut meinende und erfahrene Pferdebesitzer beschwichtigten uns, dass es ganz normal sei, dass sich ein Pferd schubbert, während unser Wallach unter Belustigung der Stallgemeinschaft durchs Schubbern ganze Metallraufen verschob.

Die Stoffwechselproblematik unseres Wallachs hat sich erst nach Einführung der zeitgesteuerten Fütterung vollkommen in Luft aufgelöst und mit seinen mittlerweile 24 Jahren ist er jetzt gesünder und zufriedener als vor der zeitgesteuerten Fütterung. Seine Hufe sind steinhart und er geht als Barhufer ohne zu zögern über jeden Grund. Blähungen, Schwitzattacken und übler Körpergeruch sind Vergangenheit.

Und falls es doch einmal vorkommt, dass er an einem Abend schwitzend dasteht, wissen wir, was zu tun ist - wir verringern einfach alle Fütterungszeiten jeweils um ein paar Minuten.

Diese Erfahrungen haben uns gelehrt, dass selbst der beste Hufbearbeiter keine 100 % aus dem Huf herausholen kann, wenn die Fütterung nicht optimal ist und dadurch das Hufhorn zu weich oder sogar brüchig ist. Wenn die Fütterung "passt", produziert der Pferdekörper ganz automatisch einen harten, widerstandsfähigen Huf, welcher sich ganz von selbst dem täglichen Abrieb anpasst. Für die restlichen Feinheiten ist dann der Hufbearbeiter zuständig. Diesen Zusammenhang können wir bei allen unseren vier Isländern - unabhängig vom Alter - durchgehend beobachten.

Unsere 20-jährige Stute wurde vor 14 Jahren im gleichen Pensionsstall nicht nur zu dick, sondern zeigte Anzeichen von beginnender Hufrehe mit deutlicher Fühligkeit und verformten Hufen.

Trotz dieser auch für einen Laien sichtbaren Symptome wurden wir vom Stallbetreiber nicht ernst genommen, da das Pony seiner Ansicht nach ja noch keinen Speckhals hätte und kein klassischer Hufreheschub vorläge und er nichts dagegen machen könne und, dass "das Gras halt wächst" - mit anderen Worten also eine offensichtlich schicksalhafte Situation, die man nicht ändern kann. Unsere Bedenken wurden als übertriebene Spinnerei abgetan.

Um das Schlimmste zu verhindern, habe ich dann die restlichen Wochen an diesem Pensionsstall jeden einzelnen Tag, unabhängig von der Witterung, einen 10-Kilometer-Ausritt mit meinem Pony durch Wald und Flur unternommen. Eine sichtbare Verbesserung gab es leider nicht. Zu viel Futter bei einem Freizeitpferd einfach täglich abzutrainieren, funktioniert also nicht immer, wenn man nicht gerade mehrtägige Wanderritte oder Kutschfahrten unternimmt.

Im Hinblick auf den immer desolater werdenden Gesundheitszustand unserer beiden Pferde, MUSSTEN wir damals regelrecht die Notbremse ziehen, um nicht einen frühzeitigen Tod unserer Isländer zu riskieren. Wir holten die beiden kurzerhand zu uns nach Hause, wo wir in Dorfrandlage und dank verständiger Nachbarn einen Notbehelfs-Paddocktrail rund ums Haus - am Küchenfenster vorbei, über die Terrasse - anlegten und glücklicherweise die benachbarte kleine Wiese für einen gelegentlichen stundenweisen Weidegang pachten konnten.

Die ganze Sache war mehr oder weniger abenteuerlich. Wir fühlten uns der Sache auch nicht wirklich gewachsen, da wir noch nie Pferde in Eigenregie gehalten hatten. Aber wir wollten uns auf gar keinen Fall zum Nachteil unserer Pferde den Fütterungspraktiken irgendwelcher Pensionsstallbetreiber unterordnen.

Bei unserer Stute hat es dann

  • nach einer kompletten Futterumstellung auf "handgepackte" engmaschige Heunetze,
  • nach zahlreichen Hufpflegeterminen
  • und einigen Tierarztbesuchen mit Aufbauspritzen,
  • Röntgenbildern von den Hufen sowie
  • nach einem endlosen Kampf mit verschiedenen Hufschuh-Modellen, welche aufgrund der unförmigen Hufe nicht richtig auf den Hufen bleiben wollten, immerhin

lange 1 1/2 Jahre gedauert, bis die Hufe wieder eine normale Form hatten und unsere Stute körperlich wieder leistungsfähig war. Unglaublich und erschreckend, was unsachgemäße Fütterung auslösen kann.

Nur 6 Monate falsche Fütterung haben dazu geführt, dass ein junges gesundes Pferd immerhin ca. 18 Monate gebraucht hat, um wieder vollkommen gesund zu werden.

Kranke Pferde füttern

Zeitgesteuerter Fütterung bei chronischen Erkrankungen ...uch unsere 1990 geborene Cushing-Patientin sieht jetzt wesentlich besser aus als bei Ihrer Ankunft Ende 2016, als sie mit langem Zottelfell und recht mager zu uns kam - mit einem tränenden Auge und häufig hustend.

Dass es ihr jetzt besser geht und die oben genannten Symptome trotz fortgeschrittenen Alters verschwunden sind, kommt sicherlich auch durch die Vermeidung langer Fresspausen in Kombination mit ihrem Cushing-Medikament und Harmonie unter den Pferden. Sie hat noch alle Zähne, kann aber das Heu nicht mehr so gut verwerten, wie in jüngeren Jahren, weshalb sie täglich noch eine Schüssel eingeweichter Heucobs bekommt. Ihre Hufe wachsen auffallend langsam im Vergleich zu den anderen Herdenmitgliedern.

Mehrere kleine Portionen besser verträglich, als wenige große …

Mit zeitgesteuerter Fütterung - egal ob mit frischem Heu guter Qualität oder frisch eingeweichten Heucobs - können wir ohne großen Aufwand sicherstellen, dass Pferde weder hungern müssen, noch sich krank oder gar zu Tode fressen.

Bei der Pferdefütterung scheint es unserer Erfahrung nach nicht so sehr auf ein Kilogramm Heu mehr oder weniger anzukommen, sondern viel mehr darauf, dass die Portionen in vielen kleinen Mengen ohne lange Fresspausen verabreicht werden. Viele kleine Portionen können vom Pferd viel leichter verstoffwechselt werden, als wenige große Portionen, kombiniert mit langen Fresspausen.

Unsere Isländer, als Vertreter der sogenannten "Robustrassen" gesund zu füttern, war für uns lange ein fast unlösbares Problem, wie die "Quadratur des Kreises". Wir haben immer wieder neue Ansätze ausprobiert und immer wieder standen die Ponys viel zu lange mit leerem Magen herum. Mit Einführung der zeitgesteuerten Fütterung haben wir endlich unser Ziel erreicht und für unsere Pferde DIE PERFEKTE FÜTTERUNG gefunden.

Heute sind wir absolut überzeugt davon, dass zeitgesteuerte Pferdefütterung eine lohnende Investition in die Gesundheit von leichtfuttrigen, kranken und alten Pferden ist.

Wenn wir alle Kosten zusammenrechnen, welche uns durch Tierarzt- und Heilpraktikerbehandlungen, alle möglichen Zusatzmittelchen, häufigere Hufpflegeintervalle und sonstige Therapieversuche entstanden sind und die Anschaffungskosten eines Raufomaten gegenrechnen, amortisiert sich eine "raufomatisierte" Raufe in kurzer Zeit - ganz zu schweigen davon, dass es auch dem eigenen Wohlbefinden zugutekommt, wenn man mit eigenen Augen täglich sieht, dass es den Pferden endlich gutgeht.

Wir hätten unseren Ponys viel Leid und uns selber Sorgen und Geld sparen können, wenn wir schon vor Jahren einen Raufomaten für unsere ersten beiden Pferde hätten kaufen können. Gerne hätten wir eine solche Investition gemacht, wenn es so etwas zu einem vernünftigen Preisleistungsverhältnis schon gegeben hätte.

Aufgrund unserer eigenen leidvollen Erfahrungen bieten wir nun unsere Fütterungssysteme einem ausgesuchten Kundenkreis an. Es geht uns nicht darum,

  • möglichst viel Umsatz zu machen.
  • möglichst viele Kunden zu werben.

Unsere Kunden sind verantwortungsvolle Pferdehalter, welche für die Gesunderhaltung ihrer Pferde keine Kompromisse eingehen wollen. Solchen Pferdehaltern helfen wir gerne weiter.

Gerade weil wir selbst jahrelang erlebt und durchlitten haben, wie schwierig die Umsetzung einer optimalen Pferdefütterung sein kann und wie wenig fachkundige Hilfe und Verständnis man findet, können wir uns sehr gut in die Nöte und Sorgen anderer Pferdehalter hineinversetzen.

Fütterungsmethoden

Jeder Stall ein anderes Fütterungskonzept - manches Pferd bleibt auf der Strecke!

In der Natur verbringt das Pferd als Dauerfresser täglich ca. 16 Stunden mit der Nahrungsaufnahme. Dieser Umstand kann für den verantwortungsbewussten Pferdehalter zu einer großen Herausforderung werden.

Es gibt zwar einzelne Pferde und Pferderassen, die so schwerfuttrig sind, dass keinerlei gesundheitliche Probleme zu befürchten sind, wenn sie 24 Stunden täglich mageres Heu zur freien Verfügung haben. Bei vielen Nordrassen – so auch bei unseren Isländern – kann man von so einer unkomplizierten Fütterung aber nur träumen. Viele leichtfuttrige Pferde würden sich bei Heu ad libitum mit der Zeit zu Tode fressen. Will man das verhindern, bleibt einem nichts anderes übrig als sie rationiert zu füttern.

Unsere Beobachtungen und Erfahrungen:

Unser Wallach und unsere Stute waren anfangs in einem Islandpferde-Pensionsstall untergebracht – immerhin geführt von einem Pferdetierarzt, weshalb wir zunächst der Expertise des Stallbetreibers voll und ganz vertrauten. Die Fütterung erfolgte nur morgens und abends. Nach ca. 3 Stunden Fresszeit war das offen verabreichte Heu jedes Mal bis auf den letzten Halm aufgefressen. Die tägliche Gesamtfressdauer von ca. 6 Stunden war aufgeteilt in zwei Fütterungen mit jeweils ca. 3 Stunden und zwei Fresspausen mit jeweils ca. 8 - 9 Stunden.

Ergebnis:

  • Häufige Koliken bei Pferden ab 10 Jahren aufwärts.
  • Auffällig viele schlechte, brüchige Hufe sogar bei jungen Pferden.
  • Der Futterzustand war sehr unterschiedlich. Die rangniederen Pferde waren so dünn, dass man die Rippen zählen konnte, während die ranghöheren meist zu dick wurden.
  • Magengeschwüre
  • Häufige Biss- und Schlagverletzungen, möglicherweise aufgrund von latenter Magenübersäuerung und dem täglichen Kampf um das wenige Heu.
  • Frierende Pferde im Winter trotz dichtem Winterfell.
  • Keine Hufrehe aufgrund der sehr sparsamen Fütterung.

 

Bei unserer jetzigen zeitgesteuerten Fütterung mit magerem Heu von ungedüngten Naturschutzflächen - in Kombination mit begrenzter Weidezeit rund ums Jahr (dadurch kein Angrasen im Frühjahr nötig) - bekommen unsere Isländer ebenfalls nur 6 Stunden Heu täglich, aber aufgeteilt in 12 Futterzeiten mit je 30 Minuten und 12 Fresspausen mit jeweils 1 ½ Stunden.

Ergebnis:

  • Keine Rangeleien beim Fressen, da für jedes Pferd mindestens eine komplette Raufenseite zur Verfügung steht.
  • Generell friedliches Herdenleben – keinerlei Biss- oder Schlagverletzungen!
  • Keine Stoffwechselerkrankungen!
  • Keine Koliken!
  • Keine Magengeschwüre, keine Magenübersäuerung!
  • Uneingeschränkte Leistungsbereitschaft.
  • Kein Frieren im Winter. Der relativ kleine Pferdemagen braucht viele kleine Mengen Raufutter, um die Körpertemperatur des Pferdes zu regulieren - ähnlich einem kleinen Ofen, der häufig nachgeschürt werden muss, um einen Raum zu erwärmen.
  • Gesundheitliche Stabilisierung chronisch kranker Pferde (z. B. bei Cushing).
  • Schnellere Genesung kranker Pferde (z. B. bei Hufrehe).
  • Harte, leistungsfähige Hufe mit gutem Hufwachstum, unabhängig vom Alter!

Viele kleine Portionen Heu bei kurzen Fresspausen werden von Pferden besser verstoffwechselt als wenige große Mahlzeiten.

Dass Pferde durch viele kleinere Portionen Heu unruhiger werden, wie man manchmal liest, können wir nicht beobachten. Ganz im Gegenteil sind unsere Isländer eher noch ruhiger und zufriedener geworden, nachdem wir die Intervalle von 6 auf 12 Fütterungszeiten erhöht haben, bei gleichbleibender Gesamtfressdauer. Die kurzen Wartezeiten von 1 ½ Stunden bis zur nächsten Fütterung lassen sich gut mit anderen Beschäftigungen füllen – wie z. B. mit dem Knabbern von Ästen, mit Fellpflege, in der Sonne dösen oder gemeinsam zur Tränke wandern. Und dann öffnet sich schon wieder die Raufe ... 😉

Zusammenfassung:

Zwei Mal täglich Stoßfütterung mit überlangen Fresspausen (Islandpferde-Pensionsstall):

  • Magenübersäuerung, Koliken, schlechte Hufe, Stoffwechselprobleme, Stress etc.

24 Stunden pro Tag Heu zur freien Verfügung (LAG-Pensionsstall  - Shettys, Kaltblüter, Haflinger, Warmblüter, Quarterhorses, Knabstrupper, Araber, diverse Kleinpferde und unsere 2 Isländer):

  • Ein Schlaraffenland für die Pferde! Der Preis dafür war Kotwasser während der Weidesaison bei älteren Pferden, unabhängig von der Rasse, Stoffwechselprobleme, Koliken, akute Hufrehegefahr, Metabolisches Syndrom, Kreuzverschlag.

4 – 5 Mal täglich Fütterung mit handgestopften, kleinmaschigen 3 x 3-cm-Heunetzen (Haltung in Eigenregie):

  • Generell empfehlenswert, da die Pferde langsamer fressen, gut einspeicheln und länger beschäftigt sind. Nur umsetzbar, wenn man genügend Zeit hat, alle paar Stunden neue Netze aufzuhängen. Der Arbeitsaufwand für die tägliche Befüllung der Heunetze war beträchtlich. Unsere Isländer bekamen die engmaschigen Netze innerhalb weniger Stunden leer.

Zwangsläufig kommt es auch bei dieser Art der Fütterung in der Nacht zu überlangen Fresspausen mit Magenübersäuerung, wenn die Fütterung nicht automatisiert wird.

6 - 12 Portionen Heu pro 24 Stunden durch zeitgesteuerte Fütterung an zwei Heuraufen bei insgesamt 4 Pferden:

  • Die perfekte Lösung für uns!
    Die Pferde genießen Tag und Nacht die regelmäßige Fütterung mit kleinen Portionen, und wir sind froh über den verringerten Arbeitsaufwand. Es fällt auf, dass eher selten alle vier Pferde an der gleichen Raufe fressen, obwohl sie sich sonst sehr gut verstehen.

Dies ist für uns ein Zeichen dafür, wie sehr Pferde einen gewissen Abstand zu anderen schätzen - sofern sie die Wahl haben.

WARUM zeitgesteuert füttern?

Zeitgesteuerte Fütterung hilft Pferden:

    • Frei verfügbares Heu führt häufig zu gesundheitlichen Problemen und Übergewicht.
    • Viele Pferde leiden an Magenübersäuerung und Magengeschwüren aufgrund langer Fresspausen von mehr als 3 Stunden.
    • Weil Pferde nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht regelmäßig mit mehreren kleinen Portionen gefüttert werden müssen.
    • Bei Hufrehe-Pferden oder anderen durch Stoffwechselstörungen geplagten Pferde.
    • Bei zu Koliken neigenden Pferden.
    • Bei Pferden mit brüchigen oder schlecht wachsenden Hufen.
    • Bei sehr sensiblen Pferden, welche durch diese gleichmäßige, berechenbare und zuverlässige Art der Fütterung innerlich eher zur Ruhe kommen als bei täglich schwankenden Fütterungszeiten, welche bei manueller Fütterung nie ausgeschlossen werden können.

Zeitgesteuerte Fütterung hilft Ihnen als Pferdehalter, wenn ...

    • Ihnen die Zufriedenheit und Gesundheit Ihrer Pferde am Herzen liegt.
    • Ihnen absolute Zuverlässigkeit bei der Pferdefütterung wichtig ist.
    • Ihnen der Zeitaufwand für die tägliche Fütterung manchmal über den Kopf wächst.
    • Sie krankheitsanfällige Pferde versorgen.
    • Sie Tierarztkosten sparen wollen.
    • Sie abends das schlechte Gewissen plagt bei dem Gedanken, dass Ihre geliebten Pferde wieder eine lange Nacht ohne Heu durchstehen müssen.

Aus Fehlern lernen …

Jahrelang haben wir alle erdenklichen Fütterungsmethoden ausprobiert, um die Fresszeit zu verlängern. Das Ende vom Lied war, dass trotz mehrerer sorgsam abgewogener engmaschiger Heunetze, platziert an verschiedenen Stellen im Paddock, unsere Isländer nach der Morgenfütterung schon nach ca. 2 Stunden ohne Heu dastanden - bis zur Abendmahlzeit, welche ebenfalls schon nach ca. 2 Stunden beendet war.

Ernüchtert mussten wir uns eingestehen, dass wir trotz all unserer Bemühungen ungewollt genau DIE Stoßfütterung mit viel zu langen Fresspausen betrieben, die wir unbedingt vermeiden wollten. Erst durch zeitgesteuerte Heufütterung konnten wir das Problem zufriedenstellend lösen.

Alle hier veröffentlichten Informationen und unsere Empfehlungen resultieren ausschließlich aus unseren eigenen täglichen Praxiserfahrungen. Unsere Beobachtungen haben uns zu der Überzeugung gebracht, dass die folgenden drei Faktoren maßgeblich für das Wohlbefinden und die Gesundheit von Pferden verantwortlich sind:

  1. Heuqualität: Wer hier an den Kosten für hochwertiges Heu spart, hat später umso mehr Ausgaben für Zusatzmittelchen und Tierarzt.
  2. Darreichungsform: Individuell auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Pferde angepasst,
    • von Heu zur freien Verfügung für die schlechten Futterverwerter,
    • über Heunetzfütterung ohne lange Fresspausen (max. 3 Stunden),
    • bis zur zeitgesteuerten Fütterung rund um die Uhr für die besonders guten Futterverwerter (häufig Nordpferde).
  3. Herdenzusammensetzung:
    • Kleine, harmonische Pferdegruppen mit ähnlichen Ernährungsbedürfnissen, in welchen auch das rangniedrige Pferd jederzeit die Möglichkeit hat, sich in einem Unterstand/Stall vor Kälte, Nässe und Mücken zu schützen.
    • Die Anzahl der Fressplätze sollte IMMER die Anzahl der Pferde übersteigen, damit es keinen Kampf um das Heu gibt. Wir empfehlen deshalb pro Raufenseite maximal 1 Pferd - idealerweise nur 3 Pferde für eine Raufe.
    • Pferde sind grundsätzlich friedlich und harmonieliebend. Nur deshalb kann der Mensch das Pferd nutzen. Ständige Beißereien, Schlägereien und Mobbing in der Pferdeherde widersprechen dem Harmoniebedürfnis des Pferdes und führen nicht nur zu Verletzungen, sondern sind schädlich für die körperliche und seelische Gesundheit der Pferde. Ein solcher Dauerstress darf keinem Pferd zugemutet werden.

Dauerfresser Pferd zeitgesteuert füttern

Jeder weiß, Fresspausen von mehr als 3 Stunden sollten keinem Pferd zugemutet werden - weder am Tag noch in der Nacht!

Zeitgesteuerte Heufütterung bedeutet notgedrungen leider, dass wir die tägliche Gesamtfressdauer des Pferdes begrenzen müssen, um Krankheiten zu vermeiden. Dies widerspricht dem Bedürfnis des Pferdes, als Dauerfresser den größten Teil des Tages Nahrung zu sich nehmen zu können.

Ulmenzweige
Ulmenzweige

Für die Nahrungssuche und das Knabbern während der Fresspausen machen wir seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit frischen Ästen und Zweigen von ungiftigen Büschen und Bäumen - unter anderem von Buchen, Birken, Haselnusssträuchern, Ulmen, Weiden, Obstbäumen, Brombeer- und Himbeerzweigen etc. Zusätzlich zum Strauch- und Baumschnitt kürzen bei uns die Pferde fleißig alle nicht giftigen Pflanzen rund um ihren Paddock selbstständig ein. Im Sommer sind frisch gejäteter Giersch und leicht angewelkte frische Brennnesseln sehr begehrt.

Von den Pferden wird nur gefressen, was gut für sie ist. Auf unserer Weide stehen beispielsweise viele giftige Robinien, an welchen auch immer mal geknabbert wird - aber nur sehr sparsam. Noch nie gab es deshalb gesundheitliche Probleme. Im Herbst kommen frische Hagebutten und ein paar von den Bäumen rund um den Paddock heruntergefallene Äpfel, Zwetschgen und Eicheln dazu. Das Eichenlaub lassen sie liegen, während das herabfallende Laub anderer Bäume genüsslich verzehrt wird, noch bevor es alt wird. All diese Knabbereien sind nicht nur frisch, kostenlos und vitaminreich, sondern befriedigen ganz natürlich das Kaubedürfnis von Pferden.

Von Pferdebesitzern werden wir immer wieder darauf angesprochen, dass ihre Pferde alles anknabbern. Das hier erwähnte vitaminreiche Naschwerk aus der Natur könnte Abhilfe schaffen - ein Versuch wäre es wert. Wer selbst nicht über genügend Material verfügt, findet vielleicht Gartenbesitzer, welche froh sind, wenn jemand ihren Obstbaumschnitt abholt. Und auch auf Spaziergängen in der Natur wird man fündig.

Raufomat – ein ausgereiftes System aus hochwertigen Komponenten!

Ausgesuchte Qualit für ausgesuchte Kunden!

Sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland werden zahlreiche Raufomaten betrieben, und die Nachfrage steigt.

    • Wir achten sehr auf hochwertige, langlebige Komponenten, welche wir sorgfältigst aufeinander abstimmen.
    • Alle von uns angebotenen Produkte werden von uns selbst seit Jahren in der täglichen Offenstall-Praxis auf Funktionalität und Langlebigkeit ausgiebig getestet. Nur Produkte, welche sich bei uns im Offenstall-Einsatz bewähren, bieten wir auch unseren Kunden an.

Unsere beiden ältesten Raufomaten laufen völlig störungsfrei bei Wind und Wetter seit Ende 2016 im Dauerbetrieb mit täglich 12 Fütterungszeiten, ohne dass bisher eine einzige Komponente ausgetauscht werden musste.

    • Vor Auslieferung jedes einzelnen maßangefertigten Raufomaten werden von uns alle technischen Bestandteile im Vier-Augen-Prinzip auf einwandfreie Funktionalität überprüft, um gewährleisten zu können, dass beim Kunden alles reibungslos funktioniert.
    • Jedes unserer drei Raufomat-Modelle ist ein in sich geschlossenes System und funktioniert gleichermaßen verlässlich.
    • Die technischen Bestandteile der Raufomaten Smart und Solar sind so unterschiedlich, dass sie NICHT beliebig untereinander ausgetauscht werden können!
    • Obwohl jeder Raufomat als maßangefertigter Bausatz versendet wird, handelt es sich dabei NICHT um einen Baukasten für "kreative Bastler!"

Unserer Erfahrung nach führen eigenmächtige technische Veränderungen durch den Kunden schnell zu Störungen und Reparaturen, weshalb wir dringend davon abraten.

Wer seinen Raufomaten entsprechend seiner Aufbauanleitung installiert und so nutzt, wie von uns empfohlen, wird in der Regel über Jahre hinweg keinerlei Probleme im täglichen Betrieb haben und sich bald eine Pferdehaltung ohne seinen Raufomaten nicht mehr vorstellen können.

Ausführliche Aufbauanleitung!

Ohne Aufbauanleitung geht nichts!

Die für jeden Kunden individuell angepasste Aufbauanleitung für den gemäß der Kundenspezifikationen maßangefertigten Raufomat-Bausatz wird am Auslieferungstag per E-Mail verschickt.

Die Aufbauanleitung stellt keine optionale Beilage dar, sondern ist ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil des Raufomat-Fütterungssystems. Der Einbau des Raufomaten an der Holzraufe sollte IMMER Schritt für Schritt genau nach Aufbauanleitung durchgeführt werden. Jede Abweichung von der Aufbauanleitung kann später zu Problemen führen.

Folgendes Werkzeug brauchen Sie zum Aufbau:

  • Hammer
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Akkuschrauber und TORX Bits TX in den Größen 30/25/40. Ein Bit in Größe 20 wird mitgeliefert.

Nicht technisches Verständnis oder besonderes handwerkliches Geschick sind für den Aufbau eines Raufomaten nötig, sondern lediglich der Wille und die Fähigkeit, sich konzentriert für 2 - 3 Stunden durch die gut bebilderte und leicht verständliche Aufbauanleitung "durchzuarbeiten". Wer alles ganz genau befolgt, hat nach ein paar Stunden ein gut funktionierendes, robustes automatisches Fütterungssystem für seine Pferde, welches bei guter Behandlung im Normalfall über Jahre hinweg weder Probleme macht noch Ersatzteile braucht.

Unserer Erfahrung nach passieren die meisten Aufbaufehler nicht durch unsere Kunden selbst, sondern durch das Auslagern an sogenannte "Fachfirmen" oder an sonstige handwerklich geschickte Dritte. Deshalb empfehlen wir allen unseren Kunden eindringlich, ihren Raufomaten selbst aufzubauen - nicht zuletzt auch, um für den späteren Betrieb ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zu bekommen.

Einen Raufomaten korrekt zusammenzubauen ist kein Hexenwerk und unserer Meinung nach einfacher, als der Bau einer Raufe! Wer sich den Aufbau selber absolut nicht zutraut, sollte von einer Raufomat-Bestellung im eigenen Interesse absehen.

Wegen der großen Fehlertoleranz beim Raufomat Fütterungssystem dauert es oft Monate oder Jahre, bis ein nicht ganz korrekt zusammengebauter Raufomat "aufmuckt" und es zu vermeidbaren Reparaturen kommt.

Deshalb bieten wir als zusätzlichen kostenlosen Service allen unseren Kunden an, uns noch vor Inbetriebnahme ihres frisch aufgebauten Raufomaten einige hochauflösende Bilder zuzusenden, damit wir einen etwaigen Optimierungsbedarf noch rechtzeitig entdecken zu können. Diese Vorgehensweise hat sich bisher bestens bewährt und wir weisen auf diesen Service vom Angebot bis zur Auslieferung regelmäßig hin.

Bitte beachten Sie:

  • Ein telefonischer Aufbauservice ist weder notwendig noch Bestandteil des Lieferumfangs und würde in der praktischen Umsetzung dazu führen, dass wir dem Kunden über Stunden hinweg am Telefon seine ihm bereits vorliegende Aufbauanleitung vorlesen müssten.
  • Falls es trotz Aufbauanleitung eine Unklarheit gibt, beantworten wir höflich formulierte E-Mails unserer Kunden gerne und zeitnah von Montag bis Freitag.
  • Sowohl das Betreiben eines Raufomaten an einer nicht geeigneten Raufe als auch eine von der Aufbauanleitung abweichende Installation birgt unkalkulierbaren Risiken für Mensch, Tier und Technik und hat gemäß unserer AGBs den sofortigen Verlust der gesetzlichen Gewährleistung zur Folge.
  • Bei technischen Problemen können wir nur mithilfe aussagekräftiger Bilder und einer wahrheitsgetreuen schriftlichen Fehlerbeschreibung schnell und effektiv helfen.

„Für meine Pferde gehe ich keine Kompromisse ein!“

Dieser Satz von einer unserer Kundinnen zeigt, wie unsere Kunden "ticken" ...

... und fasst in wunderbar einfacher Weise zusammen, um was es eigentlich geht.

Es geht einzig und alleine um das Wohlergehen der Pferde.

Genau solche Pferdehalter sind es, für welche wir da sind und welchen wir gerne helfen, die für sie und ihre Pferde bestmögliche Lösung zu finden.

Es geht uns NICHT darum, um jeden Preis ...

    • möglichst viele Kunden zu werben,
    • möglichst viele Raufomaten zu verkaufen,
    • möglichst viel Umsatz zu machen,
    • Skeptiker zu überzeugen.

Unsere Kunden sind verantwortungsvolle Pferdehalter, welche althergebrachte Praktiken kritisch hinterfragen und erkannt haben, dass eine pferde- und bedarfsgerechte Fütterung - zusammen mit viel Platz und Bewegung in einer harmonischen Herde - die beste Voraussetzung für ein glückliches und gesundes Pferdeleben ist.

Gerade weil wir selbst jahrelang erlebt und durchlitten haben, wie schwierig die Umsetzung einer optimalen Pferdefütterung sein kann und wie wenig fachkundige Hilfe und Verständnis man findet, können wir uns sehr gut in die Nöte und Sorgen anderer Pferdehalter hineinversetzen.

Eine "bestmögliche Lösung" kann übrigens auch bedeuten, dass wir von zeitgesteuerter Heufütterung im Einzelfall abraten. Pferde, die trotz Heu "ad libitum" schlank sind, brauchen keine rationierte Fütterung.

Zeitgesteuerte Heufütterung soll nicht als "trendige Modeerscheinung" nach dem Gießkannenprinzip kritiklos für jedes Pferd angewendet werden, sondern ist perfekt für Pferde, welche bei ungebremster Heu- und Grasfütterung dick und krank werden.

Raufomat Solar – unser Bestseller!

Für Standorte ohne Stromanschluss perfekt geeignet ...

Mehr als 50 % unserer Kunden haben sich bisher für einen Raufomat Solar entschieden.

Sofern die "raufomatisierte" Holzraufe stabil genug ist, kann die komplette Raufe inklusive Solarmodul und Raufenrock auch einmal einige Meter versetzt werden, ohne irgendetwas abbauen zu müssen. Dies haben wir selbst mit einer unserer "raufomatisierten" Holzraufen gemacht. Regelmäßig ist ein solcher Umzug im Hinblick auf die Holzkonstruktion sicherlich nicht ratsam.

Einige unserer Kunden haben sogar mehrere Raufomat Solar oder auch unterschiedliche Raufomat-Modelle gleichzeitig im Einsatz und kaufen sich nach einiger Zeit noch Raufomaten dazu. Zu unserer eigenen Überraschung kommen die von uns angefertigten Raufomaten immer öfter auch in Pensionsställen zusammen mit großen zeitgesteuerten Fütterungsanlagen anderer, seit vielen Jahren bewährter, Hersteller zum Einsatz. Dies ist oft dann sinnvoll, wenn man in einem stromlosen Außenbereich der Anlage oder für eine Gruppe von Pferden mit besonderen Bedürfnissen eine automatisierte Heufütterung wünscht.

Unserer Erfahrung nach ist eine automatisierte Heufütterung mit vielen kleinen Heuportionen Tag und Nacht die beste und pferdegerechteste Art der rationiertenn Pferdefütterung. Und schön, dass das Pferd immer mehr wegkommt vom Image als "Nutztier", welches in erster Linie einen Nutzen erbringen muss, um leben zu dürfen, hin zum Freund und Partner des Menschen, dem man zu einem glücklichen, langen und gesunden Leben verhelfen will.

Das, was wir unseren Pferden Gutes tun, geben sie uns freiwillig vielfach wieder zurück.

Versandbereit!

Ein Raufomat Solar, verpackt in 6 handlichen Paketen zwischen jeweils 5 und 16 kg wartet auf den Versand ...

Unsere Qualitätssicherungsmaßnahmen - sowohl für unsere Kunden als auch für uns selbst 😉

  1. Ein Tag vor dem Verpacken wird jeder Raufomat noch ein letztes Mal auf einwandfreie Funktionalität getestet - zusammen mit dem Motor und beim Raufomat Solar zusätzlich mit Akku und Solarmodul. Dadurch können wir sicherstellen, dass nur einwandfrei funktionierende Raufomaten verschickt werden. Zur Dokumentation wird dieser Test bei uns gefilmt.
  2. Am Packtag stellen wir anhand des Kundenauftrags und einer Checkliste alle Bestandteile des Auftrags sorgfältig zusammen und fotografieren den kompletten Lieferumfang, damit wir auch später noch nachvollziehen können, ob bei der Auslieferung tatsächlich alles bis zur letzten Schraube dabei war.
  3. Nach dem Verpacken wird der Versand organisiert und die Paketaufkleber auf die Pakete geklebt. Jetzt fertigen wir noch einmal für jeden Auftrag Fotos an, welche die Anzahl und Größe der Pakete zweifelsfrei darstellen.
  4. Am Auslieferungstag - nach dem Abholen der Pakete durch die Transportfirma - senden wir dem Kunden eine E-Mail mit seiner persönlichen Aufbau- und Betriebsanleitung zusammen mit den Paket-Sendungsverlinkungen zu.

Ca.-Packmaße Raufomat-Solar-Bausatz:

Paket 1 191 cm 25 cm 13 cm 15 kg
Paket 2 60 cm 40 cm 30 cm 13 kg
Paket 3 206 cm 22 cm 12 cm 16 kg
Paket 4 74 cm 65 cm 6 cm 6 kg
Paket 5 80 cm 10 cm 10 cm 5 kg
Paket 6 26 cm 25 cm 25 cm 10 kg

Ca.-Packmaße Raufomat Smart:

Paket 1 191 cm 25 cm 13 cm 15 kg
Paket 2 40 cm 40 cm 25 cm 13 kg
Paket 3 206 cm 22 cm 12 cm 16 kg

Raufomat IMMER mit Weidestrompaket ausstatten!

Damit Ihre Pferde keinen Schaden anrichten und (auch) Ihr Raufomat lange "fit" bleibt ... 😉

Funktion: Ungefährlicher Weidestrom befindet sich auf dem oberen und unteren Rahmen des Raufenrocks, solange die Raufe geschlossen ist.

Bei sehr sensiblen Pferden hat es sich bewährt, ein Weidezaungerät für Hunde/Katzen zu verwenden oder ein Weidezaungerät, bei welchem Stromstärke herunterreguliert werden kann.

Der folgende Film zeigt Pferde bei ihrer allerersten Raufomat-Fütterung - und was passiert, wenn sie das Weidestrompaket zum ersten Mal erleben. Keine Sorge - nach kürzester Zeit versteht es auch der Letzte, dass es ganz toll  ist, wenn die Raufe aufgeht und man sich satt essen kann, aber dass man besser wieder vom Heu und der Raufe weggeht, wenn der Raufenrock nach oben fährt.

Faltung des Raufenrocks

Ob mit oder ohne Faltung - das entscheiden Sie!

Der oben gezeigte Raufenrock wurde vom Kunden so montiert, dass er sich nicht faltet, was im vorliegenden Fall bestens funktioniert.

Die hier gezeigte Raufe wurde mit Hilfe unserer kostenlosen Raufomat-Holzraufen-Bauanleitung vom Kunden PERFEKT gebaut!

Genereller Hinweis:

Wenn der Raufenrock vom Kunden so eingekürzt und montiert wird, dass er nicht höher ist als die Raufenbrüstung, entsteht keine Faltung. Dadurch ist die Heuabdeckung nach oben (bei geschlossener Raufe) ebenfalls niedriger.

Der Vorteil des flexiblen Raufenrocks gegenüber unflexiblen Materialien wird durch die Einkürzung zulasten einer niedrigeren Heuabdeckung "verschenkt".

Ob sich der Raufenrock faltet oder nicht, kann der Kunde bei der Montage selbst entscheiden und richtet sich nach

    • Größe der Pferde und der dadurch notwendigen Heuabdeckung,
    • ob große und kleine Pferde zusammen an der gleichen Raufe mit unterschiedlichen Brüstungshöhen fressen sollen,
    • und was dem Pferdehalter optisch besser gefällt.

Fütterungszeiten nicht nur am Anfang ändern!

Unkompliziert anpassen - an Heuqualität und Pferdebäuche ...

SmartphonesteuerungBezüglich Häufigkeit und Änderung der Fütterungszeiten, empfehlen wir Ihnen aufgrund eigener Erfahrungen, den Pferden möglichst viele bzw. häufige Fresszeiten anzubieten, damit die Pausen kurz sind.Manuelle Zeitenänderung

Je nach Heuqualität und Umfang der Pferdebäuche kann es bei uns vorkommen, dass wir unsere 12 täglichen Fütterungszeiten mehrmals im Jahr um jeweils 5 Minuten umstellen müssen, was jeweils 1 Stunde mehr oder weniger Fresszeit am Tag bedeutet. Schon diese eine Stunde Unterschied hat einen erstaunlichen Effekt auf den Körperumfang der Pferde.

Durch diese unauffälligen Futterzeitveränderungen von nur wenigen Minuten pro Fresszeit ist eine Umstellung für die Pferde viel einfacher, als wenn man plötzlich eine komplette Fütterung auslässt oder eine zusätzliche Fütterung anbietet, was schnell zu Verwirrung, Verunsicherung  und Frustration bei den Pferden führt.

Raufengröße? Wie viele Pferde pro Raufe?

1 Raufenseite = 1 Fressplatz für 1 Pferd = maximal 4 Pferde pro Heuraufe für ein entspanntes Pferdeleben!

Unsere Beobachtung ist, dass ein großzügig bemessener Individualabstand und mehr Fressplätze als Pferde für mehr Harmonie in der Herde sorgen!

Größere quadratische oder rechteckige Raufen mit mehr als 190 cm Seitenlänge können notwendig sein für die Befüllung mit besonders großen Rund- oder Quaderballen. Nur aus diesem Grund bieten wir Raufomaten auch in Übergrößen an!

Die Raufomat-Übergrößen dienen NICHT dazu, dass sich 8 oder 12 Pferde an einer einzigen Raufe drängen und dort um ihr Heu kämpfen müssen! Eine Pferdehaltung mit überfüllten Raufen führt immer zu Stress und Rangeleien, wobei immer die rangniederen Herdenmitglieder das Nachsehen haben. Eine solche Pferdehaltung passt weder zu unserer Philosophie noch zu einer modernen Pferdehaltung und wird von uns zum Wohle der Pferde nicht (wissentlich) unterstützt!

Um den täglichen Stress bei Pferden in einer derartig überfüllten Haltung "nachfühlbarer" zu machen, muss man sich nur vorstellen, man steht mit vielen hungrigen Leuten an einem viel zu kleinen Buffet, wo die besonders selbstbewussten Zeitgenossen schamlos ihre Ellenbogen einsetzen und sich die dreifache Portion holen, während andere Menschen nur noch ein paar Krümel vorfinden oder hungrig bleiben müssen, weil sie entweder zu höflich oder köperlich und mental nicht in der Lage waren, sich gegen die Rambos durchzusetzen.

  • Idealerweise sollte für 3 Pferde eine komplette Raufe mit vier zugänglichen Seiten vorhanden sein, damit immer ein Ausweichplatz für das rangniedrigste Pferd zur Verfügung steht.
  • 4 Pferde pro Raufe sind noch akzeptabel, wenn die Pferde sich gut kennen und friedlich miteinander zusammenleben.
  • Bei 5 Pferden pro Raufe ist früher oder später Stress vorprogrammiert.
  • Bei 6 - 8 Pferden in der Herde empfehlen wir, zwei Raufen aufzustellen.
  • Bei 9 - 12 Pferden in der Herde empfehlen wir drei Raufen aufzustellen.

Bei all diesen Überlegungen bitten wir zu bedenken, dass Pferde in Offenstallhaltung 24 Stunden täglich miteinander leben müssen und sie nicht, wie in der freien Natur, ihre "Mitbewohner" und ihren Individualabstand selbst bestimmen können.

Wer uns fragt, ob ein Raufomat auch seine "Randaliererpferde" aushält, den verstehen wir so, dass seine Pferde ein stressiges Leben führen müssen - möglicherweise durch ungünstige Herdenzusammensetzung, zu wenig Platz, zu wenig Fressplätze, zu wenig Futter, zu lange Fresspausen etc. ... anders können wir uns ständige Randale in einer Pferdeherde nicht erklären. Ohne Not wird das Flucht- und Beutetier Pferd seine Energien nicht verschwenden.

Pferde wollen vor allem in Frieden leben. Nur deshalb ist es möglich, sie als Reit- und Zugtiere einzusetzen. Es liegt in der Verantwortung von uns Pferdehaltern, diesem Grundbedürfnis unserer Pferde nachzukommen und ihnen ein möglichst stressfreies Leben zu geben.

Eine Pferdefütterung, bei welcher auch das rangniedrigste Pferd ohne Drohgebärden, Tritte und Bisse anderer Herdenmitglieder zu seinem Grundnahrungsmittel Heu kommt, ist ein wichtiger Bestandteil für eine humane und pferdegerechte Pferdehaltung.

Pferde, welche Heufütterung ad libitum gut vertragen, brauchen keine zeitgesteuerte Heufütterung!

Richtige Mindest-Raufengröße für Ihre Großballen!

Unser Kalkulator kann Ihnen helfen ...

Kombination von Raufe, Rundballen und Rundballenheunetz

Rundballenheunetze verwenden ...

Wir empfehlen bei zeitgesteuerter Fütterung mit Raufomat generell die Verwendung von Rundballenheunetzen.

    • Wer ohne Heunetze füttern möchte, sollte die Raufe nicht höher als bis zur Raufenbrüstungshöhe befüllen, um ein Blockieren durch Heu zu vermeiden.
    • Die Rundballenheunetze sollten aus Sicherheitsgründen nach oben abgespannt werden. Das Abspannen nach unten ist möglich, wird aber in Kombination mit zeitgesteuerter Fütterung von uns ausdrücklich nicht empfohlen, da die Pferde häufig doch noch Lücken finden, wo sie die Köpfe tief ins Heu stecken können. Hier ein Beispiel für einen Beinaheunfall.
    • Die Rundballenheunetze dienen in Zusammenhang mit einer Raufomat-Fütterung nicht nur dem besseren Einspeicheln der Pferde und zur Einsparung von Heu, sondern verhindern das Blockieren des Raufenrocks durch sehr große Heu-Klumpen, welche von den Pferden über die Raufenbrüstung gezogen werden können.
    • Kleinere Mengen von losem Heu blockieren den Raufenrock nicht!

Die folgende Größenkombination von Raufe, Rundballen und Rundballenheunetz passt perfekt zusammen, bewährt sich bei uns seit Jahren im täglichen Betrieb und kann Ihnen als Orientierung bei anderen Abmessungen dienen.

Raufenaußenabmessung:   185 x 185 cm bzw. 190 x 190 cm (von Außenkante Eckpfosten zu Eckpfosten gemessen)

Rundballengröße ca.:           135 cm Durchmesser / 125 cm Höhe

Rundballennetzgröße:         160 x 160 x 180 cm (Länge x Breite x Höhe)

Bei Auswahl des Rundballenheunetzes empfehlen wir, im Zweifelsfall eher eine Nummer größer zu nehmen, als zu klein, da ein zu kleines Netz bei jeder Fütterung zum erneuten Ärgernis wird, weil das Heunetz oben nicht vernünftig geschlossen werden kann.

Höhe der Raufenbrüstung!

Brüstungshöhe der Raufe ermitteln

Dieses Ergebnis ist nur ein ungefährer Anhaltspunkt! Im Zweifelsfall empfehlen wir, sicherheitshalber nochmals bei Ihrem Pferd nachzumessen. Die Grafik oben zeigt ebenfalls, wie hoch in etwa die Raufenbrüstung sein sollte.

Großballenfütterung

Wie der Großballen in die "raufomatisierte" Raufe kommt ...

Weil wir immer wieder mal gefragt werden, hier ein kleines Filmchen, wie wir Großballen in die "raufomatisierten" Raufen bekommen. Ohne Lader wird der Raufenrock am besten nach oben abgespannt und man behilft sich mit einer Rampe, um den Heuballen in die Raufe zu rollen.

Anmerkung:

Die unglaubliche Staubentwicklung zeigt, dass beide Heuballen qualitativ nicht zur Fütterung geeignet waren. Wir mussten also beide Heuballen noch vor Ende der Filmaufzeichnung sofort entsorgen. Was für ein Pech, dass wir ausgerechnet am "Filmtag" die schlechtesten Ballen überhaupt erwischt hatten. In der Endeinstellung sieht man dann schon einen der ausgewechselten Ballen. Leider kam das ganze Schimmelausmaß erst so richtig zum Vorschein, nachdem wir die Umwicklung aufgeschnitten hatten. Typisch Vorführeffekt eben ... 😉

Die beiden hier gezeigten Raufen sind schon einige Jahre alt. Eine davon wurde selber sehr laienhaft "zusammengeschustert" und die andere von einem Schreiner angefertigt. Beide Raufen entsprechen NICHT der von uns zwischenzeitlich entwickelten Raufomat-Holzraufe, für welche wir unseren Kunden NACH verbindlicher Beauftragung eines Raufomaten gerne eine kostenlose Bauanleitung inklusive Materiallisten zur Verfügung stellen.

Enorme Zeiteinsparung!

Pferde UND Pferdehalter profitieren von zeitgesteuerter Heutterung gleichermaßen ...

Bei drei bis vier Kleinpferden pro Raufe reicht eine Fütterung für ca. 10 Tage

Zeitgesteuert füttern – aus Liebe zum Pferd!

Damit Ihre Pferde lange gesund und glücklich bleiben!

Zeitgesteuerte Pferdefütterung mit vielen kleinen Portionen Heu rund um die Uhr ist nicht lieblos, sondern ganz im Gegenteil, eine der pferdegerechtesten Fütterungsmethoden überhaupt und immer dann empfehlenswert, wenn Pferde durch Heu ad libitum auf Dauer krank werden.

Zeitgesteuerte Heufütterung steigert die Lebensqualität der Pferde enorm. Die absolute Berechenbarkeit, Verlässlichkeit und Unbestechlichkeit vermittelt den Pferden außerdem Stabilität und Sicherheit und trägt bei genügend Individualabstand erheblich zum harmonischen Miteinander in der Herde bei.

Durch zeitgesteuerte Heufütterung können auch leichtfuttrige Pferde endlich ein Leben führen,

    • ohne ständige Magenübersäuerung
    • und der sich dadurch entwickelnden Magengeschwüre,
    • ohne quälend lange Fresspausen,
    • ohne Frieren bei Kälte und Nässe,
    • ohne Wohlstandskrankheiten durch zu reichhaltige Fütterung (z. B. fütterungsbedingte Stoffwechselentgleisungen, EMS, Hufrehe, Allergien, Hautkrankheiten, schlechte Hufe, Koliken etc.).

Bei der Fütterung vom Grundfutter Heu und Gras gilt individuell für jedes Pferd "so viel wie möglich, so wenig wie nötig", um es langfristig gesund zu erhalten.

Kraftfutter, Müsli, kiloweise Äpfel und Karotten etc. gehören NICHT zu den lebensnotwendigen Nahrungsmitteln für Pferde und sollten möglichst sparsam verfüttert werden.

Selbstverständlich darf ein schwerfuttriger Vollblüter, welcher täglich für einen Distanzritt trainiert wird, sein tägliches Kraftfutter bekommen.

Die allermeisten Pferde sind aber als Freizeitkameraden eher unterbeschäftigt. Und wenn sie dann ausgerechnet noch zu den leichtfuttrigen Nordpferden zählen, dann sind bei ungebremster Heu- und Grasfütterung gesundheitliche Probleme vorprogrammiert. Mit zunehmendem Alter ab 10 Jahren aufwärts häufen sich dann fütterungsbedingte Krankheiten, weil der Pferdekörper irgendwann die permanenten Fütterungsfehler nicht mehr kompensieren kann.

Auch unsere Ponys bekommen nach getaner Arbeit ihre Schüsseln (bzw. ihre "Schüsselchen") mit einer eher symbolisch kleinen Menge an eingeweichten Heucobs zusammen mit Mineralstoffen und Kräutern und auch mal ein paar kleine Apfel- oder Karottenstücke drin. Die Ponys freuen sich über die kleine Schüssel nicht weniger, als über eine große und gehen hinterher zufrieden ihren Beschäftigungen nach - wie beispielsweise an Zweigen von ungiftigen Bäumen und Sträuchern knabbern, nach Eicheln suchen, Wurzeln ausgraben, frisch angewelkte Brennnesseln und von den Bäumen gefallenes Laub verspeisen - oder einfach zusammen in der Sonne dösen.

Faserfutter/Raufutter ist überlebenswichtig für das Pferd und kann niemals durch erhöhte Kraftfuttergabe ersetzt werden.

Welche Gesamtmenge an möglichst magerem Heu, aufgeteilt in zahlreiche kleine Portionen dem jeweiligen Tier guttut, muss jeder Pferdehalter selbst herausfinden und bei Bedarf anpassen. Je nach Heuqualität, Rasse, Alter und Veranlagung kann der Futterbedarf unterschiedlich sein und sich im Jahresverlauf ändern.

Da jede Pferdehaltung für das Pferd ein Leben mit vielen Kompromissen ist, sprechen wir ganz bewusst nicht von "artgerecht", sondern von "pferdegerechter Fütterung" - also einer Fütterung, die dem jeweiligen Pferd "gerecht wird", um ihm zu einem gesunden und langen Leben zu verhelfen.

Großballen-Heunetz sicher nach oben abspannen

Abspann-Set ... sicher, langlebig, effektiv!

Wir haben verschiedene Abspannvarianten durchgetestet, kommen aber mit der hier gezeigten Gummi-Abspannlösung nach oben am besten zurecht.

Durch den Einsatz dieser Gummi-Abspannung bleibt das Heunetz elastisch genug für die Pferde, um mit den Lippen ans Heu zu kommen, ist aber stramm genug, damit sie nicht das halbe Netz aus der Raufe ziehen, was beim Schließen der Raufe den Raufenrock behindern würde.

Ursprünglich hatten wir ein quadratisches Netz von oben nach unten abgespannt. Unsere gewitzten Ponys haben aber immer eine Möglichkeit gefunden, dann doch noch irgendwo eine Lücke zu finden. Deshalb haben wir für uns selbst und auch für unsere Kunden dieses Abspann-Set entwickelt.

Nach UNTEN abgespannte Heunetze bei automatischer Heufütterung können gefährlich werden!

Eine wahre Geschichte aus der Praxis ... das "Beinahe-Unglück" bei einem Kunden:

Eines seiner Ponys war bei einem nach unten abgespannten Heunetz mit dem Kopf unter das Heunetz geraten, weil es seitlich zwischen der Heunetz-Abspannung und der Raufenbrüstung eine Lücke gefunden hatte, um genüsslich Heu unterhalb des Heunetzes fressen zu können.

Beim plötzlich automatisch einsetzenden Schließvorgang der "raufomatisierten" Raufe hat sich das Pony dann so erschreckt, dass es seinen panisch nach oben gerissenen Kopf nicht mehr unter dem Heunetz herausbekam.

Durch einen glücklichen Zufall stand in diesem Fall jemand direkt neben der Raufe, der die Automatik sofort ausgeschaltet hat bzw. den Raufenrock wieder nach unten gefahren hat. Dadurch ist nichts Schlimmeres passiert.

Sowohl das Pony als auch der Raufomat haben diesen Zwischenfall gut überstanden.

Um solche vermeidbaren Gefahren auszuschließen, empfehlen wir, Großballenheunetze zu verwenden und diese mit einem Strick oben fest zusammenzuziehen und sehr stramm nach oben abzuspannen. So gibt es keine Lücken, und das Heunetz bleibt stramm genug, damit es weder aus der Raufe gezogen werden kann, noch sich ein Pferdekopf unter dem Heunetz verfängt.

Raufomaten schließen IMMER von unten nach oben!

Raufomat schließt immer von unten nach obenGefahren vermeiden! Pferde sctzen!

Wir haben uns bewusst GEGEN den Schließvorgang von oben nach unten entschieden, um jedes Risiko, dass ein Pferdekopf beim Schließvorgang eingeklemmt wird, ausschließen zu können.

Manchmal reicht bereits geringster Druck von oben auf den Kopf- oder Halsbereich, um in Sekundenschnelle eine extreme Panik beim Pferd auszulösen! Obwohl es technisch keine Herausforderung wäre, hier ein persönliches Erlebnis, weswegen wir NIEMALS einen Schließvorgang von oben nach unten empfehlen oder gar selber verkaufen würden:

Bei meiner ansonsten recht unempfindlichen Stute "Lille" musste ich leider vor ca. 10 Jahren eine solche sehr unangenehme Erfahrung machen. Wie viele andere Stallgenossen hatte ich meine Lille mittels Führstrick und Panikhaken in der Stallgasse an eines der Fressgitter angebunden, um sie zu putzen und zu satteln. Lille fand am Boden noch ein paar Heuhalme, während ich 2 m weiter den Sattel aus der Sattelkammer holte. Beim Heben ihres Kopfes wurde ihr Hals dann unglücklicherweise vom Führstrick blockiert.

Ich bekomme immer noch Herzklopfen, wenn ich an mein urplötzlich auf dem Rücken liegendes, mit weit aufgerissenen Augen völlig unkontrolliert und panisch zappelndes Pony denke. Der Schreck, dass sie ihren Kopf nicht mehr normal heben konnte, hat bei ihr - obwohl faktisch keinerlei Gefahr bestand - so eine starke Panikreaktion ausgelöst, dass es ihr regelrecht den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Zum Glück war ich in Sekundenschnelle bei ihr und konnte unter Herzklopfen bis zum Hals und mit beruhigenden Worten den Panikhaken lösen.

Aber das Ganze hätte auch viel schlimmer ausgehen können. So ein Vorfall in Verbindung mit zeitgesteuerter Fütterung - vielleicht sogar in der Nacht oder wenn niemand in der Nähe ist - mag ich mir nicht vorstellen.

Obwohl es sich hierbei nur um einen Einzelfall handelt und so nicht zwingend vorkommen muss, wollen wir alle Risiken weitestgehend ausschließen.

Die Sicherheit und Gesundheit der Pferde hat bei uns oberste Priorität.

Kleine und große Pferde an einer Raufe!

Unterschiedlich große Pferde GEMEINSAM zeitgesteuert füttern ...

Bei der Kombination von Kleinpferden mit Shettys können Raufen-Aussparungen eine gute und sichere Lösung sein, sofern der Größenunterschied der Pferde nicht zu gewaltig ist.

Möglicherweise reicht eine einzige Aussparung an einer Raufenseite oder es wird an jeder Seite eine Aussparung angebracht.

Bei enormen Größenunterschieden, wie zum Beispiel bei der Kombination von Großpferden mit Shettys bzw. Mini-Shettys können Raufen-Aussparungen zur Gefahr für die größeren Pferde werden, weil sich unter unglücklichen Umständen ein größeres Pferd über die Aussparung hinweg mit einem Bein in der Raufe verfangen könnte.

Bei extremen Größenunterschieden empfehlen wir deshalb einen Durchschlupf für die kleinen Pferde, wie auf der nachfolgenden Grafik am Beispiel von Mini-Shettys dargestellt.

Bei einem Durchschlupf können die kleinen Pferde ungestört an ihrer niedrigeren Raufenbrüstung fressen und trotzdem außerhalb der Fütterungszeiten am normalen Herdenleben teilnehmen. Ein solcher Durchschlupf aus Holz oder einer Gummi-Litze ist gleichzeitig der Zugang zur "Sicherheitszone" für die kleinen Pferde, wo sie sich auch einmal zurückziehen können.

Was praktikabel und sicher ist, muss immer von Fall zu Fall sorgfältig überlegt werden.

  • Der Kunde kann seinen Raufenrock in der erforderlichen Höhe mithilfe seiner Aufbauanleitung selbst einstellen.
  • Eine stärkere Faltung des Raufenrocks ist völlig unproblematisch für das Lastgewebe.
  • Falls gewünscht, können wir einen höheren Raufenrock liefern, damit die Heuabdeckung bei geschlossener Raufe auch für die größeren Pferde immer ausreichend ist.

Pferde zeitgesteuert füttern

Fehler bei zeitgesteuerter Pferdefütterung vermeiden ...

Wir erleben leider immer wieder, dass sich Kunden ihre Raufe "raufomatisieren" und danach so anwenden, dass ihre Pferde keinen oder nur wenig Nutzen daraus ziehen.

Hier einige Beispiele, wie es NICHT gemacht werden sollte:

  • Zeitgesteuerte Heufütterung + gleichzeitig Heu ad libitum = Fütterung ad absurdum!

Bitte nicht gleichzeitig offenes Heu verfüttern, in der Hoffnung, dass die Pferde lieber an der zeitgesteuerten Raufe fressen und sich nur ab und zu ein paar Hälmchen vom offenen Heu holen werden. Dies ist zwar eine wunderschöne Vorstellung, wird so aber eher nicht passieren.

Besonders Nordpferde werden sich Tag und Nacht am frei zur Verfügung stehenden Heu die Bäuche vollschlagen, mit allen gesundheitlichen Folgen.

  • Es werden nur 3 - 5 Fütterungszeiten pro 24 Stunden eingestellt, bei überlangen Fresspausen von mehr als 3 Stunden.

Die Gesamtfütterungszeit pro 24 Stunden sollte in bis zu 12 Fütterungseinheiten gleichmäßig auf Tag und Nacht aufgeteilt werden, kombiniert mit kurzen Fresspausen. Unser Fütterungszeiten-Kalkulator kann Ihnen helfen, die für Ihre Pferde richtige Lösung zu finden.

Wer seinen Pferden in den Fresspausen etwas Gutes tun möchte, gibt ihnen frische Zweige von ungiftigen Bäumen und Sträuchern. Diese sind vitaminreich, gut für die Zähne und eine wunderbarer Zeitvertreib für die Pferde. Bewährt haben sich auch vitaminreiche frische Brennnesseln, welche bei Pferden sehr begehrt sind, sobald sie etwas angewelkt sind.

  • Automatische Fütterungszeiten werden nur für den Tag, aber nicht für die Nacht eingestellt, weil die Pferde in der Nacht schlafen sollen und damit sie niemanden durch Geräusche stören.

Als Fluchttiere schlafen und fressen Pferde Tag und Nacht regelmäßig in relativ kurzen Intervallen. Der verhältnismäßig kleine Pferdemagen ist auf häufige Grundfuttergaben angewiesen. Überlange Fresspausen sind für Pferde eine Qual.

Deshalb - Pferde sollten in der Nacht genauso häufig gefüttert werden, wie am Tag

  • 8 oder mehr Pferde müssen an einer einzigen Raufe fressen, welche für max. 4 Pferde ausgelegt ist, da mehr Raufen nicht ins finanzielle Budget passen und der Paddock sowieso zu klein dafür wäre.

Für Pferde ist genügend Platz und Individualabstand wichtig für ein harmonisches Zusammenleben mit anderen Pferden.

Wir Pferdehalter haben es selbst in der Hand, das Leben unserer Pferde harmonisch und schön zu gestalten, oder sie einem unnötigen Dauerstress auszusetzen - ausgelöst durch falsche Herdenzusammensetzung, durch zu wenig Platz, durch falsche Fütterung ...

Was tun, wenn nichts mehr geht?

Wenn eine Reparatur nötig ist ...

Bei jedem technischen Produkt kann etwas kaputtgehen. Jedem kann ein Missgeschick passieren. Fehler sind menschlich. Auch bei einem Raufomaten kann etwas kaputtgehen. Aber keine Sorge, alles kann repariert oder ausgetauscht werden.

Wenn Ihr Raufomat nicht mehr einwandfrei "läuft", unser Tipp: Je genauer wir von Ihnen Auskunft zur Störung und deren möglichen Ursache erhalten, desto schneller können wir helfen. Nur dann ist es uns möglich, die Fehlerursache aus der Ferne einzugrenzen.

Mögliche Fehlerursachen zu verschweigen, ist nicht hilfreich. Jeder einzelne Fertigungsschritt beim Bau eines Raufomaten wird von uns selbst durchgeführt. Deshalb erkennen wir naturgemäß auch technische Veränderungen am Raufomaten des Kunden. Diese sind die häufigsten Ursachen für Störungen. Die zweithäufigste Ursache sind Fehler beim Aufbau, weil die Aufbauanleitung nicht gelesen wurde. Umso ärgerlicher, da immer unnötig und immer vermeidbar.

Andererseits kam es schon vor, dass beim Kunden die Zeitsteuerung unabsichtlich deaktiviert worden war und deshalb der Raufomat keinen Mucks mehr machte. Beim späteren Versuch des Kunden, den vermeintlichen Defekt selbst zu reparieren, kam es zu erheblichen Schäden, welche bei rechtzeitiger Rücksprache mit uns oder durch einen Blick in die Aufbauanleitung leicht zu vermeiden gewesen wären.

Ehrliche Kommunikation ist immer das Beste. Je mehr Informationen zusammen mit Bild- und Filmmaterial wir von Ihnen erhalten, desto gezielter, schneller und günstiger können wir helfen. Das spart Ihnen und uns viel Zeit und Ärger.

Egal, was und wie es passiert ist – wir wollen, dass Ihr Raufomat wieder störungsfrei läuft!